Optimale Ergebnisse für Volumen- und Energiedichte
Die Anforderungen an moderne Lithium-Ionen- und alternative Batterietechnologien steigen stetig: höhere Energiedichte, längere Zyklenlebensdauer, schnelle Ladefähigkeit und gleichzeitig eine stabile, skalierbare Fertigung. Eine zentrale Stellgröße dafür ist die Qualität der Elektrodenbeschichtung. IBU-tec unterstützt Sie genau an dieser Stelle – mit einer kundenspezifischen Elektrodenbeschichtung als Entwicklungsdienstleistung für Anoden- und Kathodenmaterialien.
Wir formulieren und beschichten Ihre Materialien nach individuellen Vorgaben: von der Auswahl und Kombination der Aktivmaterialien über die Definition der Schichtdicken bis hin zur gezielten Einstellung von Dichte und Porosität. In enger Zusammenarbeit mit Ihrem Entwicklungsteam erarbeiten wir Beschichtungslösungen, die exakt auf Ihre Batteriechemie, Ihr Zelldesign und Ihre Zielanwendung abgestimmt sind – sei es für Elektrofahrzeuge, stationäre Energiespeicher oder industrielle Spezialanwendungen.
Jeder Beschichtungsprozess beginnt bei IBU-tec mit der Definition klarer Zielparameter. Diese Parameter bilden den roten Faden für Rezepturentwicklung, Prozessführung und nachgelagerte Qualitätskontrolle. Im Fokus stehen insbesondere:
Diese Zielgrößen werden gemeinsam mit Ihnen festgelegt und dienen als Leitplanken über den gesamten Entwicklungsprozess. So stellen wir sicher, dass die beschichteten Elektroden nicht nur im Labor überzeugen, sondern später auch in industriellen Prozessen reproduzierbar hergestellt werden können.
Die Elektrodenleistung steht und fällt mit der Qualität der Slurry. Deshalb folgt die Slurry-Entwicklung bei IBU-tec einem klar strukturierten Material- und Prozessdesign.
Zunächst werden die passenden Komponenten ausgewählt:
Im nächsten Schritt werden Komponentenverhältnis und Rheologie gezielt eingestellt. Das richtige Verhältnis von Aktivmaterial, Leitadditiv, Bindemittel und Lösungsmittel beeinflusst direkt:
Durch einen kontrollierten Misch- und Dispergierprozess – von definierten Vormischschritten bis hin zu intensiven Dispergierphasen – stellen wir sicher, dass eine homogene, prozessstabile Slurry entsteht. Agglomerate werden aufgebrochen, Partikel gleichmäßig verteilt und die Slurry so eingestellt, dass sie sich reproduzierbar beschichten lässt.
Sind Rezeptur und Slurry-Verhalten definiert, folgt die eigentliche Elektrodenbeschichtung. Hier greifen die einzelnen Prozessschritte wie Zahnräder ineinander:
1. Beschichtungsprozess
Die Slurry wird mit geeigneten Verfahren – etwa Rakel- oder Slot-Die-Beschichtung – präzise auf den Stromableiter (z.B. Kupfer- oder Aluminiumfolie) aufgetragen. Die nasse Schichtdicke wird dabei so eingestellt, dass die gewünschte Elektrodenbeladung nach der Trocknung erreicht wird. Eine gleichmäßige Schicht ohne Läufer, Ränder oder Defekte ist die Grundlage für eine stabile Zellperformance.
2. Trocknung
Anschließend wird das Lösungsmittel definiert entfernt. Trocknungstemperatur und -zeit werden so gewählt, dass das Lösungsmittel vollständig ausgetrieben wird, ohne Rissbildung, Blasen oder inhomogene Zonen zu erzeugen. Das Trocknungsprofil hat großen Einfluss auf Mikrostruktur, Porenverteilung und Bindemittelverteilung in der Elektrode – und damit auf deren späteres elektrochemisches Verhalten.
3. Kalanderung (Verdichtung)
Nach der Trocknung wird die Elektrode im Kalander verdichtet. Durch gezielt eingestellten Walzendruck und -temperatur wird die Dichte erhöht und der Kontakt zwischen den Partikeln verbessert. Gleichzeitig müssen Porosität und mechanische Stabilität in Balance gebracht werden: zu starkes Verdichten kann die Ionenleitfähigkeit beeinträchtigen, zu wenig Verdichtung verschenkt Potenzial bei Volumenenergiedichte und Kontaktqualität.
Durch die enge Abstimmung dieser Schritte – Beschichtung, Trocknung und Kalanderung – erreichen wir Elektroden, die sowohl prozessseitig stabil als auch elektrochemisch leistungsfähig sind.
Damit die entwickelte Elektrodenbeschichtung den Anforderungen Ihrer Batterieprojekte gerecht wird, schließen sich umfangreiche Charakterisierungs- und Testschritte an. Dabei betrachten wir sowohl die physikalischen Eigenschaften der Elektroden als auch deren elektrochemische Performance:
Physikalische Charakterisierung
> Messung von Schichtdicke und spezifischer Beladung,
> Bestimmung der Dichte und Porosität,und Testschritte an.
> Prüfung der Haftung der Elektrode auf dem Stromableiter (Adhäsionstests).
Diese Daten zeigen, ob die gesteckten Zielparameter erreicht wurden und bilden die Basis für eventuelle Anpassungen in Rezeptur oder Prozessführung.
Durch diesen geschlossenen Kreislauf aus Entwicklung, Beschichtung, Charakterisierung und Test erhalten Sie belastbare Aussagen zur Leistungsfähigkeit Ihrer Elektroden – und konkrete Ansatzpunkte für die weitere Optimierung oder Skalierung in Richtung Serienfertigung.