Lithium-Eisenphosphat IBUvolt® LFP400

Batteriematerial für Lithium-Eisenphosphat-Kathoden

IBUvolt® LFP400 ist ein hochreines Lithium-Eisenphosphat-Kathodenmaterial (LFP, LiFePO4) für Lithium-Ionen-Batterien – entwickelt für den industriellen Einsatz und seit Januar 2014 kontinuierlich in Deutschland produziert. Das Batteriematerial verbindet eine Zyklenfestigkeit von mehr als 10.000 Ladezyklen mit sehr guter Fließfähigkeit und lässt sich sowohl trocken als auch wässrig beschichten. Hier finden Sie alle Eigenschaften, Kennzahlen und Einsatzbereiche im Überblick.

Datenblatt IBUvolt® LFP400

 

IBUvolt® LFP400: Kathodenmaterial für leistungsstarke Batterien

Die Kathode entscheidet darüber, was eine Batterie leistet: Sie bestimmt Energiedichte, Lebensdauer und Sicherheit der Zelle maßgeblich mit. IBUvolt® LFP400 ist unser Kathodenmaterial auf Basis von Lithium-Eisenphosphat – ursprünglich für den Einsatz in NMC-Blends entwickelt, also in Mischungen mit Nickel-Mangan-Cobalt-Materialien. Aus dieser Entwicklungsgeschichte stammt die besondere Partikelform, die das Material heute so vielseitig macht.

Anders als feinkörnige LFP-Typen ist IBUvolt® LFP400 bewusst grobkörnig ausgelegt. Das Pulver fließt sehr gut, staubt kaum und bleibt in der Produktion einfach zu handhaben. Genau das macht es interessant für neuartige Beschichtungsverfahren – allen voran die Trockenbeschichtung, die ohne Lösungsmittel auskommt und Energie in der Elektrodenfertigung spart. Kurz: ein Batteriematerial für stabile Prozesse und langlebige Akkus.

Lithium-Eisenphosphat-Batterien: Sichere und langlebige Energiespeicher

Eine Lithium-Eisenphosphat-Batterie funktioniert wie jeder Lithium-Ionen-Akkumulator: Beim Laden wandern Lithium-Ionen von der Kathode in die Graphit-Anode, beim Entladen zurück. Der Unterschied steckt im Kathodenmaterial. Eisen, Phosphat und Sauerstoff bilden im LFP eine sogenannte Olivinstruktur, deren feste Phosphat-Sauerstoff-Bindung selbst bei hohen Temperaturen kaum Sauerstoff freigibt.

Das macht diesen Batterietyp so sicher. Die kritische Temperatur, ab der sich eine Zelle unkontrolliert selbst aufheizt (thermisches Durchgehen), liegt bei LFP bei rund 270 Grad Celsius – bei NMC-Zellen bereits bei etwa 210 Grad Celsius. 

Dazu kommt die Langlebigkeit: Mehrere tausend Ladezyklen sind bei diesem Akku-Typ Standard. Wie viele es am Ende werden, hängt von Entladetiefe, Temperatur und Laderate ab – und von der Qualität des Materials. Diese Kombination erklärt den Markterfolg: 2024 entfiel laut Internationaler Energieagentur fast die Hälfte des weltweiten Batteriemarkts für Elektroautos auf diese Batterietechnologie.

ParameterIBUvolt® LFP400
Partikelgrößenverteilung (d10/d50/d90)3 / 11 / 24 µm
Pulverdichte (3-t-Pressdruck)> 1,9 g/cm³
Energiedichte (Kathode, 97 % Aktivmaterial, 0,1 C)> 900 Wh/l
Zyklenlebensdauer (2C/2C, 10–90 % SOC, 25 °C)> 10.000 Zyklen
Spezifische Entladekapazität (0,1 C)≥ 149 mAh/g
Coulomb-Effizienz (1. Zyklus)≥ 95 %
Spezifische Oberfläche22 ± 3 m²/g

 

Hinter diesen Zahlen steht eine Besonderheit der Morphologie: Die Primärpartikel sind zu einem porösen, schwammartigen Netzwerk verbunden. Das verbessert die elektrische Leitfähigkeit der Elektrode und hält die Wege für die Lithium-Ionen kurz. Für industrielle Anwender bedeutet das: gleichmäßige Slurries, stabile Beschichtungsprozesse und reproduzierbare Zellqualität – Fließfähigkeit und geringe Staubbildung inklusive.

Begriffserklärung: Der d50-Wert beschreibt die mittlere Partikelgröße eines Pulvers – die Hälfte aller Partikel ist kleiner als dieser Wert. IBUvolt® LFP400 liegt bei rund elf Mikrometern (d50: 11 µm) und zählt damit zu den grobkörnigen LFP-Materialien.

Der Unterschied: Warum IBUvolt® LFP400 anderen Kathodenmaterialien überlegen ist

Kein Kathodenmaterial ist für alles optimal – entscheidend ist das Anforderungsprofil. Innerhalb unserer Produktfamilie ist die Arbeitsteilung klar: Das feinkörnige IBUvolt® LFP402 (d50 zirka ein Mikrometer) ist auf die NMP-basierte Beschichtung und maximale Energiedichte für die Automobilindustrie optimiert. IBUvolt® LFP400 punktet dagegen mit Fließfähigkeit, Prozessrobustheit und außergewöhnlicher Zyklenfestigkeit: über 10.000 Zyklen gegenüber mehr als 3.000 beim LFP402 – gemessen unter identischen Bedingungen.

Wer höhere Zellspannung und mehr Energiedichte braucht, findet mit IBUvolt® LMFP ein Lithium-Mangan-Eisenphosphat als Weiterentwicklung. Für lithiumfreie Konzepte steht mit IBUvolt® NMO ein Natrium-Manganoxid für Natrium-Ionen-Batterien bereit. Die Stabilität von LFP400 gibt immer dann den Ausschlag, wenn Lebensdauer, Sicherheit und robuste Verarbeitung wichtiger sind als die letzte Wattstunde.

Die Vorteile von IBUvolt® LFP400

Die Partikelgröße von rund elf Mikrometern ist der Schlüssel zu den Vorteilen in der Elektrodenherstellung: Elektroden-Slurries auf Basis von IBUvolt® LFP400 haben eine niedrigere Viskosität und lassen sich leichter beschichten – das funktioniert sogar im 3D-Druck. Das Pulver fließt zuverlässig durch Dosieranlagen, bildet kaum Staub und sorgt für saubere, stabile Prozessbedingungen in der Zellfertigung.

Wirtschaftlich zahlt sich vor allem die Lebensdauer aus. Bei vergleichbaren Anschaffungskosten verteilen sich die Ausgaben auf deutlich mehr Ladezyklen – die spezifischen Kosten pro Zyklus beziehungsweise pro gefahrenem Kilometer sinken in der Praxis um bis zu 50 Prozent. Wer ein Speichersystem über 15 oder 20 Jahre kalkuliert, rechnet mit diesem Material anders. Und meist günstiger.

Tipp: Vergleichen Sie Kathodenmaterialien nicht über den Kilopreis, sondern über die Kosten pro Ladezyklus. Eine Zelle, die dreimal so viele Zyklen erreicht, darf im Einkauf mehr kosten – und bleibt trotzdem die wirtschaftlichere Wahl.

Lithium-Eisenphosphat IBUvolt® LFP400 für anspruchsvolle Anwendungen

IBUvolt® LFP400 ist für stationäre Energiespeichersysteme erfolgreich getestet – vom Heimspeicher über industrielle Speichersysteme bis zum Netzspeicher. Überall dort, wo Sicherheit, Lebensdauer und Zuverlässigkeit im Vordergrund stehen, spielt der Batterietyp seine Stärken aus. In der E-Mobilität eignet sich das Material besonders für Nutzfahrzeuge und Flottenanwendungen, in denen jede Zelle viele tausend Zyklen leisten muss.

Ihre besondere Stärke zeigen Zellen mit diesem Material bei Kälte. Weit unter dem Gefrierpunkt liefern Batterien üblicherweise weniger Leistung, weil die Beweglichkeit der Lithium-Ionen abnimmt. Die poröse Struktur von IBUvolt® LFP400 begünstigt jedoch den Ionentransport in den Partikelporen: Selbst bei minus 20 Grad Celsius steht ausreichend Strom bei einer mittleren Zellspannung von zirka 2,8 Volt zur Verfügung – ideal für Fahrzeuge und Speichersysteme in klimatisch anspruchsvollen Regionen.

Das Material verarbeiten Sie wahlweise wässrig oder trocken. Unser Team unterstützt Sie bei der Elektrodenbeschichtung ebenso wie bei der Entwicklung kundenspezifischer Kathodenmaterialien.

Elektrochemische Kennzahlen und validierte Testergebnisse

Kennzahlen sind nur so gut wie die Tests dahinter. IBUvolt® LFP400 wurde über mehr als 10.000 Lade- und Entladezyklen geprüft – in zylindrischen Zellen mit einer Nennkapazität von bis zu 50 Amperestunden bei einer Entladerate von 2 C. Gemeinsam mit Industriepartnern haben wir zusätzlich Zellprototypen im 4690-Format aufgebaut und damit die Laborergebnisse in einem industrierelevanten Zellformat bestätigt.

Begriffserklärung: Die 4690-Zelle ist eine zylindrische Lithium-Ionen-Zelle mit 46 Millimetern Durchmesser und 90 Millimetern Höhe – ein Zellformat der neuen Generation für die E-Mobilität mit hoher Energiedichte und effizienter Fertigung.

Elektrochemische Kennzahlen und validierte Testergebnisse

Kennzahlen sind nur so gut wie die Tests dahinter. IBUvolt® LFP400 wurde über mehr als 10.000 Lade- und Entladezyklen geprüft – in zylindrischen Zellen mit einer Nennkapazität von bis zu 50 Amperestunden bei einer Entladerate von 2 C. Gemeinsam mit Industriepartnern haben wir zusätzlich Zellprototypen im 4690-Format aufgebaut und damit die Laborergebnisse in einem industrierelevanten Zellformat bestätigt.

Begriffserklärung: Die 4690-Zelle ist eine zylindrische Lithium-Ionen-Zelle mit 46 Millimetern Durchmesser und 90 Millimetern Höhe – ein Zellformat der neuen Generation für die E-Mobilität mit hoher Energiedichte und effizienter Fertigung.

Kennzahl (4690-Vollzelle mit IBUvolt® LFP400)Wert
Nennkapazität (0,2 C, 25 °C)13,6 Ah
Nennspannung3,2 V
Energie43,5 Wh
Spezifische Energie127 Wh/kg
Energiedichte291 Wh/l
Spezifische Leistung (5 C, 50 % SOC)609 W/kg
Maximaler Dauerentladestrom (25 °C)68 A (5 C)

Die Zellen lassen sich zuverlässig mit hohen Strömen entladen und zeigen dabei ein stabiles Leistungsprofil. Die spezifische Entladekapazität des Materials von mindestens 149 mAh/g und eine Coulomb-Effizienz von mindestens 95 Prozent im ersten Zyklus runden das Bild ab – reproduzierbar über viele Zyklen.

Ihr Vorteil von den IBUvolt-Batteriematerialprodukten

Hinter IBUvolt steht die IBU-tec advanced materials AG mit Sitz in Weimar – und mehr als zehn Jahre Erfahrung in der Entwicklung und Produktion von Batteriematerialien.

Erfahrung in der Entwicklung und Produktion von Kathodenmaterialien

IBUvolt® LFP400 produzieren wir seit Januar 2014 kontinuierlich in gleichbleibender Qualität. Diese Konstanz ist in der Batteriebranche selten – und für Zell-Hersteller ein handfester Vorteil, denn jede Materialänderung kostet Validierungszeit. Unsere Wurzeln in der thermischen Verfahrenstechnik fließen in jede Produktgeneration ein.

Qualität, Skalierbarkeit und industrielle Fertigung

Die Herstellung erfolgt in vier abgestimmten Schritten: Mischen der Rohstoffe, Sprühtrocknung, Kalzination im Drehrohrofen und abschließende Vermahlung auf die Ziel-Partikelgröße. Der Prozess ist energieeffizient und emissionsarm – gefertigt wird ausschließlich in Deutschland, als Teil einer europäischen Wertschöpfungskette. Vom Muster für Ihre Zellentwicklung bis zur industriellen Charge skaliert die Produktion mit Ihrem Bedarf.

Anpassung an kundenspezifische Anforderungen

Unser vollausgestattetes E-Chemie-Labor prüft Materialien und Elektroden mit elektrochemischen Analysen, unser Anwendungstechnik-Team begleitet Ihre Prozessintegration. Auf Wunsch entwickeln wir Spezifikationen gemeinsam mit Ihnen weiter – abgestimmt auf Zellformat, Beschichtungsprozess und Einsatzbereich. So wird aus einem Standardmaterial Ihre maßgeschneiderte Lösung.

Ratenfähigkeit in Vollzellen EAS

FAQ zu IBUvolt® LFP400 und Lithium-Eisenphosphat-Batterien

Gibt es technische Beratung oder Anwendungssupport für Kunden?

Ja. Unser Anwendungstechnik-Team und unser E-Chemie-Labor unterstützen Sie von der Materialauswahl über die Elektrodenbeschichtung bis zur Zellvalidierung.

Gibt es Möglichkeiten zur gemeinsamen Entwicklung kundenspezifischer Lösungen?

Ja. In enger Abstimmung entwickeln wir Kathodenmaterialien nach Ihren Spezifikationen weiter – auf Basis von Kundenfeedback, elektrochemischen Analysen und unserer Erfahrung in der thermischen Verfahrenstechnik.

Für welche Anwendungen ist IBUvolt® LFP400 besonders geeignet?

Für stationäre Energiespeicher und langlebige Anwendungen in der E-Mobilität – überall dort, wo Zyklenfestigkeit, Sicherheit und Kälteverhalten den Ausschlag geben.

Für welche Beschichtungsverfahren ist das Material geeignet?

IBUvolt® LFP400 lässt sich sowohl in wässrigen Verfahren als auch in der Trockenbeschichtung verarbeiten. Selbst innovative Verfahren wie der 3D-Druck von Kathoden sind möglich.

Wie verhält sich IBUvolt® LFP400 bei niedrigen Temperaturen?

Dank der porösen Partikelstruktur liefert das Material auch bei minus 20 Grad Celsius ausreichend Strom – bei einer mittleren Zellspannung von zirka 2,8 Volt.

In welchen Mengen ist IBUvolt® LFP400 verfügbar (Skalierbarkeit)?

Wir produzieren IBUvolt® LFP400 seit 2014 im industriellen Maßstab in Weimar. Von Mustermengen für die Entwicklung bis zur industriellen Charge liefern wir nach Bedarf.

Wie werden Projekte auf individuelle Anforderungen abgestimmt?

Am Anfang steht Ihr Anforderungsprofil: Zellformat, Beschichtungsprozess und Einsatzbereich. Darauf stimmen wir Spezifikation, Mengen und Support ab – bei Bedarf mit Tests in unserem E-Chemie-Labor.

Jetzt Anfrage stellen und individuelle Beratung sichern

Sie entwickeln Batteriezellen, planen ein Speichersystem oder möchten IBUvolt® LFP400 in Ihrem Beschichtungsprozess testen? Sprechen Sie mit uns: über unser Kontaktformular, telefonisch unter +49 3643 8649-0 oder per E-Mail an mail@ibu-volt.de. Datenblätter, Muster und eine technische Erstberatung erhalten Sie unkompliziert auf Anfrage.

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